21. Juli 2017

Rezension zu „Wir fliegen wenn wir fallen“ von Ava Reed

Eine Reise die das Herz verändert

© Ueberreuter Verlag

Titel: Wir fliegen wenn wir fallen
Autor: Ava Reed
Seiten: 304
Genre: Jugendbuch
Reihe: Nein
Format: E-Book

Dieses Buch wurde mir freundlicherweise von der Autorin Ava Reed und dem Ueberreuter Verlag zur Verfügung gestellt! Dafür ein ganz herzliches Dankeschön! <3

Klappentext: 
„Unsere Welt besteht aus vielen kleinen Wundern, wir nehmen uns nur zu selten Zeit für sie.Eine Liste mit zehn Wünschen. Ein letzter Wille. Und zwei, die ihn gemeinsam erfüllen sollen. Die Geschichte von Yara und Noel“ (Quelle:http://www.ueberreuter.de/shop/9783764170721-wir-fliegen-wenn-wir-fallen/)

„Wir fliegen wenn wir fallen“ ist eins der Bücher, dass mir in der letzten Zeit auf anderen Buchblogs und auch in diversen Buchläden immer wieder ins Auge gefallen ist. Dieses wunderschöne Cover lässt mir als absolut coververliebtes Mädchen einfach das Herz aufgehen. Die Farbgebung mit dem dunklen rot sowie die dezenten und sehr feinen Motive wie die Pusteblume, die beiden Personen, der Eifelturm und der Wolf wirken super einladend und haben mich total neugierig auf die Story gemacht. 
Ich begann also mit dem Lesen und schon nach kurzer Zeit hatte mich die Geschichte gepackt, aber so richtig.

In dem Buch geht es um Yara und Noel, die sich eigentlich nicht kennen und dann durch einen traurigen Schicksalsschlag plötzlich vor einer großen Herausforderung stehen, die sie nur gemeinsam bewältigen können. Denn Noels Opa hinterlässt den beiden eine Liste mit zehn Wünschen, die sie erfüllen sollen.
Diese Grundidee fand ich sehr schön, da ich ein Mensch bin, der gerne Listen schreibt, und der eine sehr enge Verbindung zu seinem Großvater hatte. Ich konnte deshalb wirklich schnell eine Verbindung zu beiden Charakteren aufbauen und mich sehr gut in ihre Situation hineinversetzen.
Als Protagonisten haben mir sowohl Yara, als auch Noel von Anfang an gut gefallen. Yara ist ein ruhiges Mädchen, die sehr zurückgezogen ist und eigentlich nur vergessen will. Sie lebt wie in einem Schneckenhaus, in dem sie sich vor der Welt versteckt. Doch genau dort setzt die Liste mit den Wünschen bei ihr an. Denn die Erfüllung dieser Liste bedeutet für sie eine Auseinandersetzung mit der Welt. Ich finde es so toll Yara auf ihrer Reise zu begleiten und zu sehen wie sie sich im Laufe der Zeit verändert und weiterentwickelt.
An dieser Entwicklung ist vor allem auch der zweite Protagonist, Noel, beteiligt. Noel ist eigentlich eher der Typ, der sein Leben nicht so ganz auf die Reihe bekommt und einfach unzufrieden mit sich selbst ist. Er ist immer eher pessimistisch und hat keinen richtigen Antrieb im Leben. Auch er scheint, genau wie Yara, im Laufe der Zeit vergessen zu haben, was es bedeutet glücklich zu sein und das Leben zu genießen. Und genau daran setzt auch bei ihm die Liste der Wünsche an.

Denn gemeinsam begeben sich die beiden auf eine Weltreise, die sie eigentlich gar nicht, und vor allem nicht zusammen, machen möchten. Ich fand es super spannend, die beiden auf dieser Reise zu begleiten und mitzuerleben, welche Erfahrungen sie machen und wie sich die beiden in ihrem Charakter und in ihrer ganz eigenen persönlichen Geschichte weiterentwickeln. 
Der wundervolle Schreibstil hat bei mir dazu geführt, dass ich das Gefühl hatte einfach bei jeder Aktion der beiden hautnah dabei zu sein. Die Formulierungen waren so malerisch, dass die Szenerien für mich sehr greifbar geworden sind. In meinem Kopf entstanden so schöne Kulissen, die ich nicht so schnell vergessen werde.
Insgesamt kann ich sagen, dass „Wir fliegen wenn wir fallen“ ein Buch ist, dass mich so schnell nicht loslassen wird. Es hat mich sowohl durch den sehr angenehmen und flüssigen Schreibstil, durch die sehr sympathischen Charaktere, sowie durch die ganze Storyidee emotional sehr berührt. 
Und es hat vor allem eins mit mir gemacht: Es hat mich mitgenommen auf meine eigene Reise. Eine Reise, auf der ich viel erlebt, aber auch viel nachgedacht habe. Über das Leben und das glücklich sein. Ich habe mich gefragt was auf meiner Liste stehen würde und ob ich Punkt 10 von Yaras und Noels Liste gerade erfüllen würde. Es ist mir bewusst geworden, dass wir diesen Punkt vor lauter Alltag meist gar nicht wahrnehmen. Was ist Punkt 10, fragt ihr euch jetzt vielleicht…Naja, lest das Buch, dann wisst ihr es. 

Eine wunderschöne und emotionale Geschichte mit einer ganz tollen Message, die den Leser mit auf eine Reise nimmt, die ihn sowohl zum Genießen, als auch zum Nachdenken bringt. Eine Geschichte, die die Sicht auf das eigene Leben verändert und einen daran erinnert, wie wichtig es ist, glücklich zu sein!


Ich vergebe 6 von 5 möglichen Büchern, weil dieses Buch es geschafft hat mich in meinem Leben abzuholen, mich auf eine Reise mitzunehmen und mich dann als Mensch mit einem positiv veränderten Denken wieder abzusetzen! 

    



Mehr Infos zum Buch und eine Leseprobe findest du hier!


16. Juli 2017

Rezension zu „Mein Sommerspaziergang- Ausmalen und durchatmen“ von Rita Berman

Hol dir ein Stückchen Sommer nach Hause

© Bastei Lübbe Verlag

Titel: Mein Sommerspaziergang - Ausmalen und durchatmen
Autor: Rita Berman
Seiten: 77
Genre: Malbuch, Geschenkbuch
Reihe: Nein

Format: Paperback

Dieses Buch wurde mir freundlicherweise vom Bastei Lübbe Verlag  zur Rezension zur Verfügung gestellt! Dafür ein <3- liches Dankeschön!

Klappentext: 
„Strahlend blauer Himmel, Blumen in allen Farben und verwunschene Gärten – lange, warme Sommertage laden besonders zur Zeit im Freien ein! Ob ein Nachmittag am Badesee, ein Spaziergang über duftende Wiesen oder überquellende Obststände auf dem Markt: Überall gibt es viel zu entdecken. Kommen Sie mit und schmücken Sie in diesem Ausmalbuch die schönsten Seiten des Sommers mit neuen Farben!“ (Quelle: https://www.luebbe.de/bastei-luebbe/buecher/geschenkbuecher/mein-sommerspaziergang/id_5842415 )

Wer mich und meinen Blog schon etwas länger verfolgt, der weiß, dass ich eine kleine Schwäche für Malbücher habe. Ich finde es immer so schön mir in Ruhe die Farben zurechtzulegen, zu überlegen was welche Farbe bekommt und zu beobachten, wie die Bilder Schritt für Schritt mit der Farbe gefüllt werden.

Ich war auf „Mein Sommerspaziergang“ sehr gespannt, da die Sonne hier zur Zeit eher Mangelware ist und ich neugierig war, ob sich beim Malen vielleicht trotzdem ein Sommergefühl bei mir einstellen könnte. Und was soll ich sagen? Bei diesem Buch haben mich die Motive vom ersten Durchblättern an ziemlich begeistert. Und dabei hatte ich noch nicht mal einen bunten Strich gesetzt.
Die Motive sind so vielseitig und harmonisch. Jedes einzelne greift die Thematik des Sommer ganz individuell auf bietet viele Möglichkeiten sich auszutoben und kreativ zu sein. Von verschiedenen Sonnen, Blumenmotiven, Schafsweiden und Campingplätzen, Meer, Wald und Bergen bis hin zu verwunschenen Gärten ist wirklich für jeden etwas dabei. Der Titel „Mein Sommerspaziergang“ passt hier wirklich sehr gut zum Inhalt des Buches.
Ich finde, dass die einzelnen Bilder jeweils so einladend sind, dass ich direkt große Lust bekommen hatte direkt loszulegen. Ich habe dann aber doch ein bisschen länger gebraucht um mich zu entscheiden womit ich denn starken möchte. Die Motive haben mir einfach alle so gut gefallen! Als ich mich dann doch entschieden habe konnte ich beim Malen auch so richtig entspannen und habe diese kleine Auszeit wirklich genossen. Ich bekam gute Laune und das erhoffe Sommergefühl stellte sich bei mir auch tatsächlich ein.
Die einzelnen Flächen der Motive haben für mich eine ideale Größe. Sie sind nicht zu groß und auch nicht zu klein, sodass ich beim Malen gut voran kam und mich nicht allzu stark konzentrieren musste. Ich hatte Zeit meine Gedanken schweifen zu lassen und mich an vergangene Urlaube zu erinnern. Das war wirklich schön.

Beim Ausmalen habe ich dicke Fineliner benutzt. Für das Papier war das zum Glück kein Problem. Es hat nichts auf die Rückseite durchgedrückt.
Insgesamt bin ich von der Qualität dieses Buches sehr überzeugt. Es hat ein echt handliches Format, sodass man es auch mal eben zusammen mit ein paar Stiften in den Rucksack stecken und mitnehmen kann. Das Papier ist auch qualitativ sehr hochwertig und von der Dicke der Seiten so, dass man mit allen Stiftsorten problemlos darauf malen kann. 

Ein Muss für alle Ausmal-Fans, gerade jetzt, wo der Sommer ja noch ein bisschen auf sich warten lässt! Dieses Buch macht richtig gute Laune! Es lässt die Sonne scheinen und eignet sich einfach super um sich mal eine kurze Auszeit aus dem Alltag zu gönnen, ohne weit verreisen zu müssen.
Ich vergebe 5 von 5 möglichen Büchern!

    


Mehr Infos zum Buch findest du hier

15. Juli 2017

Mein Lesemonat Juni 2017

Mein Lesemonat 


Hallo meine Lieben!
In diesem Monat habe ich es lesetechnisch mal ganz leicht angehen lassen und zwar im wahrsten Sinne des Wortes. Ich hatte nämlich einfach Lust auf dünne Bücher. Da musste ich bei mir im Regal erstmal nach suchen. Das meiste sind bei mir nämlich eher dicke HCs. Letzlich bin ich dann aber doch noch fündig geworden und habe vier Bücher gefunden, von denen ich drei auch beendet habe. Das vierte schaffe ich dann hoffentlich im Juli.
In diesem Monat waren die Bücher alle irgendwie ganz nett, aber jetzt nicht der absolute oberhammer. Aber das kann es ja auch nicht immer geben, oder?


Insgesamt gelesene Seiten diesen Monat: 662

Und hier kommen sie! Darf ich vorstellen? Meine gelesenen Bücher im Juni!



1. Mandy Hubbard: Der Kuss der Sirene 
(HC, deutsch, Ravensburger Buchverlag)

© Ravensburger Buchverlag
Inhaltsangabe:
"Nur Lexi weiß, warum ihr Freund Steven beim gemeinsamen Schwimmen ertrank. Ihr Gesang hat ihn zu weit aufs Meer hinausgelockt. Sie ist eine Sirene, eine Meerfrau. Seit jener Tragödie leidet Lexi unter Schuldgefühlen und führt ein einsames Leben. Nur Cole, Stevens bester Freund, bemüht sich um sie, und schließlich verliebt sie sich in ihn. Doch da tritt Erik auf den Plan. Er ist wie Lexi. Ein Wasserwesen. Und seine Pläne sind so dunkel und unergründlich wie der Ozean ..." (Quelle: https://www.lovelybooks.de/autor/Mandy-Hubbard/Der-Kuss-der-Sirene-1005493867-w/)

Seitenanzahl: 276

Kurze Meinung: 
Dieses Buch hat mich wirklich positiv überrascht. Ich normalerweise nicht so ein großer Fan von Meerjungfrauen und Sirenen. Aber die Geschichte rund um Lexi und ihr nicht ganz so einfaches Leben haben mich dann doch erstaunlich schnell von sich überzeugen können. Ich bin froh dieses Buch endlich von meinem Sub befreit zu haben. Es lag eindeutig schon zu lange dort! 


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2.  Stewart/Weisman/Brigg: Cathy's Book 
(HC, deutsch, Baumhaus Verlag )


© Baumhaus Verlag
Inhaltsangabe:
"Kann das Leben eigentlich noch viel schlimmer werden? Ja, es kann! Nicht nur dass Cathys Vater völlig unerwartet stirbt, sie in der Schule total die Probleme hat und ihre beste Freundin sauer auf sie ist – jetzt macht auch noch ihr Freund Victor mit ihr Schluss! Cathy ist verzweifelt. Doch dann entschließt sie sich, nach den Gründen für Victors Entscheidung zu suchen." (Quelle: https://www.luebbe.de/baumhaus/suche?q=Cathy%27s+Book) 
Seitenanzahl: 175

Kurze Meinung: 
Bei diesem Buch wusste ich irgendwie bis zu den letzten dreißig Seiten nicht wirklich worum es eigentlich ging und ob das Buch wirklich viel Handlung hatte. Vom Schreibstil hat es mir zwar gefallen, aber irgendwie hat mich dieses Buch verwirrt. Denn ich habe selten über hundert Seiten gelesen und wusste danach immer noch nicht wo die Reise eigentlich hingehen sollte.


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3.  Stewart/Weisman/Brigg: Cathy's Key
(HC, deutsch,Baumhaus Verlag )


© Baumhaus Verlag
Inhaltsangabe:
"Sechs Monate sind vergangen, seitdem Cathy herausgefunden hat, dass ihr Freund Victor unsterblich ist. Und als wäre das allein nicht schon aufregend genug, erfährt sie nun auch noch, dass ihr Vater nicht etwa an einem Herzinfarkt gestorben ist, sondern ermordet wurde. Cathy beschließt, dem Tod ihres Vaters auf den Grund zu gehen, und entdeckt dabei Unglaubliches …" (Quelle: https://www.luebbe.de/baumhaus/suche?q=Cathy%27s+Key) 

Seitenanzahl: 211

Kurze Meinung:
Obwohl ich vom ersten Band nicht ganz so angetan war habe ich mich trotzdem an Band 2 herangewagt. Und dieser Band hat mir auf jeden Fall besser gefallen als sein Vorgänger. Ich habe endlich ein Gefühl für die Geschichte bekommen und es gab auch endlich Handlung, die ich auch als Handlung empfunden habe. Von daher werde ich Band 3, der auch noch hier auf meinem Sub liegt, auch bald mal in Angriff nehmen. 


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Mein Highlight diesen Monat:
Der Kuss der Sirene <3 


Welche Bücher habt ihr im Juni gelesen? 

26. Juni 2017

Rezension zu „Alice – Follow the White“ von Stephanie Kempin

Was haben Zombies mit Alice im Wunderland zu tun? Findet es heraus!

© Papierverzierer Verlag

Titel: Alice - Follow the White
Autor: Stephanie Kempin
Seiten: 328
Genre: Märchenadaption
Reihe: Nein

gelesenes Format: E-Book

Dieses Buch wurde mir freundlicherweise vom Papierverzierer Verlag als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Ein ganz <3 – liches Dankeschön an dieser Stelle!
„Alles beginnt mit Bettys Beerdigung, wegen der der Unterricht an Miss Yorks Schule ausfallen muss: Auf einmal stört Zoey die Zeremonie, schießt mehrfach auf den Sarg und verschwindet, als wäre nichts gewesen. Doch wenig später steht Betty aus ihrem Sarg auf und macht sich auf die Suche nach ihrer postmortalen Mörderin. Sie  findet Zoey und macht mit ihr kurzen Prozess. Ihre besten Freundinnen Alice und Chloe finden Betty, während sie sich noch über die Leiche beugt. Eigentlich müssten sie Betty verpfeifen, doch schnell beschließen die drei Freundinnen, gemeinsam Hals über Kopf zu flüchten.
Fragen über Fragen bleiben jedoch zurück, wie zum Beispiel, warum Zoey nicht mit echter Munition geschossen hat, die auch Untote zur Strecke bringen kann. Warum ist Betty noch relativ normal, zumindest für eine Untote? Was hat es mit Alice' Spiegelsicht auf sich? Und wohin will sie das verdammt mürrische, weiße Kaninchen mit der Armbrust und dem Welten-Chronografen führen?
Eine rasante Achterbahnfahrt hinein in den Kaninchenbau und durch die Welt zwischen den Märchen, der realen Fiktion, jeder Menge Popkultur und der raffinierten Idee, dass es auch so hätte erzählt werden können, wenn die Erzähler vor ein paar hundert Jahren ein bisschen mehr schwarzen Humor gehabt hätten.“
(Quelle: http://papierverzierer.de/Alice-Follow-the-White )

Bei dieser Alice im Wunderland Adaption war ich zunächst ein bisschen skeptisch, nachdem ich den Klappentext gelesen hatte. Denn Zombies sind eigentlich gar nicht so mein Ding. Bei diesem Buch konnte mich vor allem das tolle Cover mit den Spielkarten, der Armbrust und dem weißen Kaninchen dazu bringen, mich doch man an die Materie heranzuwagen. Denn irgendwie war ich dann doch sehr neugierig wie man wohl das Zombie – Thema in die Alice im Wunderland Geschichte integriert hat.

Der Einstieg in die Geschichte fiel mir bei diesem Buch mal wieder sehr leicht. Man lernte nach und nach die Protagonistinnen Betty, Alice und Cloe kennen und stieg dann so langsam in die Handlung ein. Der Schreibstil der Autorin war locker und leicht und ließ sich gut lesen, sodass ich mich gut auf die Geschichte einlassen konnte.
Das Buch ist aus zwei unterschiedlichen Perspektiven geschrieben. Zum einen aus der Sicht von Alice und zum anderen in Form von Tagebucheinträgen aus der Sicht von Betty. Diese Aufteilung fand ich an sich eine tolle Idee, hatte aber für mich persönlich auch kleine Schwachpunkte. Es kam im Laufe der Geschichte nämlich immer wieder zu Doppelungen in den beiden Sichtweisen, es wurden ähnliche Fragen gestellt und dadurch zog es sich an einigen Stellen einfach. Doch diese langatmigen Stellen hielten sich zum Glück in Grenzen, sodass mein Lesefluss nicht sonderlich erschwert wurde. Ich als Skeptiker in Bezug auf Zombiegeschichten fand besonders Bettys Sichtweise und Gedankengänge sehr hilfreich, da ich sie dadurch einfach besser nachvollziehen konnte.
Von den Protagonistinnen war ich auch insgesamt sehr überrascht, da sie mir alle irgendwie gleich gut gefallen haben. Ich könnte jetzt nicht sagen, dass ich die eine lieber mag als die andere. Wenn ich mich entscheiden müsste fände ich glaube ich Cloe am besten, einfach weil mir ihre direkte freche Art sehr gut gefällt.
Die Kombination der drei Charaktere fand ich in dieser Geschichte wirklich gut gelungen, da sie sich gut ergänzten und miteinander harmonisiert haben. Besonders die lustigen Sprüche zwischendurch fand ich echt super, da sie diese Freundschaft nochmal authentischer gestaltet haben. Es gab in der Geschichte natürlich auch den einen oder anderen Nebencharakter, die für mich beim Lesen aber irgendwie nicht so präsent wurden. Ich hatte da manchmal den Eindruck, dass sie einfach gezielt eingesetzt wurden um die Story voranzubringen. Da hätte ich mir etwas mehr Tiefe bei der Gestaltung der Nebencharaktere gewünscht.
Von der Handlung her hat mir die Geschichte, die ja zunächst eher seicht begann ziemlich gut gefallen. Im Großen und Ganzen geht es in der Geschichte darum, dass die drei Freundinnen auf der Suche nach einem Heilmittel für die „Zombiekrankheit“ sind. Die Suche der Mädchen findet dabei vor allem in zwei großen Settings statt, nämlich das Spiegel-Dämmer-Land und das Märenland. Diese zwei Orte, die sich doch schon deutlich von der Realität unterschieden haben, wurden sehr ausführlich und detailliert beschrieben. Normalerweise finde ich so längere Beschreibungen eher störend, aber hier fand ich sie wirklich angemessen. Denn durch die genaue Beschreibung waren mir die Handlungsorte beim Lesen die ganze Zeit über bildlich im Kopf und ich konnte mich noch besser auf die Handlung konzentrieren. Die Story hat beim Eintritt ins Spiegel-Dämmer-Land  nämlich immer mehr an Fahrt aufgenommen. Die Spannung wurde dabei leider nicht durchgängig gehalten, sondern kam immer eher phasenweise auf. Das fand ich ziemlich schade, da ich es liebe, wenn die Spannung konstant sehr hoch ist.

Eine wirklich gelungene Adaption, die mich trotz eher untypischem Thema (oder vielleicht gerade deswegen) von sich weitestgehend überzeugen konnte. Die Idee mit den Zombies und der Suche nach dem Heilmittel wurde wirklich sehr gut mit der Alice im Wunderland Geschichte verknüpft, sodass für mich daraus eine runde Sache geworden ist.

Da dieses Buch mich trotz kleinerer Schwächen von sich überzeugt hat vergebe ich 4 von 5 möglichen Büchern!


   

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24. Juni 2017

Rezension „Alice=Alice“ von Maxi Schilonka

Eine außergewöhnliche Märchenadaption

© Papierverzierer Verlag

Titel: Alice = Alice
Autor: Maxi Schilonka
Seiten: 268
Genre: Märchen, Thriller
Reihe: Nein

gelesenes Format: E-Book

Dieses Buch wurde mir freundlicherweise vom Papierverzierer Verlag als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Ein ganz <3 – liches Dankeschön an dieser Stelle!

„Die Eltern von Alice und ihrer Zwillingsschwester Scarlett haben sich vor einiger Zeit scheiden lassen. Alice lebt bei ihrer Mutter und Scarlett bei ihrem Vater, und alles wäre auch so geblieben, wenn ... ja wenn Scarlett nicht aus dem Fenster gefallen wäre. Scarlett landet im Krankenhaus, liegt im Koma und die Ärzte gehen von einem Selbstmordversuch aus.
Alice stellt daraufhin Nachforschungen an und nimmt die Rolle ihrer Schwester ein. Sie wohnt beim Vater, geht auf Scarletts Schule und trifft die gleichen Personen. Mit Hilfe der Zeichnungen, die sie im Zimmer ihrer Zwillingsschwester findet, reist Alice in ihr Unterbewusstsein. Und dort trifft sie auf Herzogin, Herzkönigin, Grinsekatze, Hutmacher und eine Teegesellschaft. Bald lernt sie, die Parallelen zur Realität zu deuten und erfährt dabei Geheimnisse, die sie sich so nie hätte träumen lassen. Denn wie so oft liegen Wirklichkeit und Fiktion näher zusammen, als man glaubt.“
(Quelle: http://papierverzierer.de/Alice-Alice)

Wer mich kennt, der weiß dass ich ein großer Fan von Märchenadaptionen bin. Ich finde es immer super spannend wie die Grundgeschichte aufgenommen und verarbeitet wird und was am Ende dabei herauskommt.
„Alice=Alice“ war daher für mich super interessant, weil die Basisgeschichte „Alice im Wunderland“ ja eine Geschichte voller Merkwürdigkeiten, Unlogiken und einer Menge Phantasie darstellt. Ich war zu Beginn des Buches super gespannt, wie das in der Adaption umgesetzt werden würde.
Ich kam auch direkt sehr gut in die Geschichte rein und lernte die Protagonistin, namens Alice, wer hätte es gedacht, kennen. Sie ist ein ziemlich selbstbewusstes, starkes und auch sehr kluges Mädchen, die sagt was sie denkt. Mir gefiel diese Kombination von Charaktereigenschaften direkt von er ersten Seite an. Deshalb fand ich sie von Anfang an sehr sympathisch und habe mich gerne von ihr in die Geschichte und damit ins Wunderland ziehen lassen.
Die Grundidee, die in dieser Adaption verarbeitet ist, liegt darin, dass es nicht Alices eigenes Wunderland ist, in das sie reist, sondern das von ihrer im Koma liegenden Zwillingsschwester Scalett. Dort trifft sie auf die vielen verschiedenen Charaktere aus dem Wunderland wie zum Beispiel die Grinsekatze, die Teegesellschaft und natürlich auch die böse Herzkönigin. Sie alle sowie das ganze Geschehen im Wunderland scheinen Parallelen zum Geschehen in der Realität zu haben. Das machte es für mich als Leser besonders spannend. Ich habe richtig mitgefiebert und versucht herauszufinden, wer welches Figurenpendant darstellt. Durch diese Verknüpfung zwischen Realität und Fiktion wurde die Geschichte zu einer richtig runden Sache.
Die vielen Charaktere, denen man im Laufe der Geschichte begegnet sind allesamt wirklich gut ausgearbeitet. Jeder Charakter hat individuelle Eigenschaften und Facetten, die im Laufe des Buches zum Tragen kommen. Was mir an dieser Stelle besonders gut gefallen hat war, dass die Autorin sich bei den Figuren und ihren Persönlichkeitsmerkmales weitestgehend an das Original gehalten hat. Dadurch bekamen alle Figuren einen Wiedererkennungswert und man fühlte sich noch näher an den Charakteren dran, einfach weil man sie schon irgendwie kannte. Am besten hat mir tatsächlich die Protagonistin gefallen, einfach weil sie eine so starke Persönlichkeit hat und es mich sehr beeindruckt hat, wie sehr sie um ihre Schwester gekämpft hat.
Auch die Gestaltung des Wunderlandes ist der Autorin in meinen Augen wirklich gut gelungen. Sie skizziert mit einer sehr treffenden Wortwahl auf eine wunderbare Art die Szenerien, sodass sie in meinem Kopf schnell Gestalt angenommen haben und ich mir alles bildlich sehr gut vorstellen konnte.
Im Laufe der Geschichte durchwandert der Leser gemeinsam mit der Protagonistin die Szenerien, stets auf der Suche nach ihrer Schwester. Dabei bleibt die Spannung durchgängig auf einem recht hohen Level, da die Handlung sowohl in der Realität als auch im Wunderland voranschreitet und permanent etwas passiert. Es wurde mir beim Lesen an keiner Stelle irgendwie langweilig. Stattdessen habe ich das Buch sehr zügig innerhalb weniger Tage gelesen, weil ich unbedingt wissen wollte, sie es am Ende ausgeht. Der flüssige Schreibstil der Autorin kam der Geschichte an dieser Stelle zugute. Ich bin durch die angenehme Wortwahl nur so durch die Seiten geflogen, bis ich auf der letzten Seite war.
Das Ende gefiel mir persönlich an der Geschichte am allermeisten, einfach weil sie der ganzen Sache noch einmal die Krone aufgesetzt hat. Es gab Wendungen, mit denen ich so nicht gerechnet habe und noch die ein oder andere Überraschung.

Eine wirklich rundum gelungene Märchenadaption von Alice im Wunderland, bei der die Realität und das Wunderland auf eine so geniale Art miteinander verknüpft ist, dass sie mich als Leser fesseln und vom ersten Moment an mitnehmen konnte. Die Spannung, die individuellen Charaktere und auch die Handlung selbst waren einfach so stimmig, dass es für mich zu einem tollen Leseerlebnis wurde!


Ich vergebe fünf von 5 möglichen Büchern! Eine wirklich tolle Märchenadaption!


   

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15. Juni 2017

Meine Neuzugänge 05.2017

Meine Neuzugänge


So langsam kommt der Sommer und das heißt für mich explizit: Möglichst jede freie Minute auskosten und draußen mit einem guten Buch in der Sonne sitzen und lesen! Natürlich braucht eine Leseratte wie ich dafür die passenden Lektüren, und da mein Sub ja nicht schon groß genug ist habe ich mal für Nachschub gesorgt. Und das nicht zu knapp. In diesem Monat sind bei mir sage und schreibe 16 Printbücher und 3 E-Books eingezogen. Ich habe in diesem Monat viele Bücher sehr günstig im 1€- Laden ergattern können. Ich muss echt aufpassen dass ich nicht bald schon wieder ein Platzproblem bekomme. Ich sollte dringend anbauen!

Ich liste euch jetzt mal meine Neuzugänge auf, damit ihr einen kleinen Überblick habt. 

Die E-Books:

1. Jennifer Alice Jager: Saymon's Silence - New Horizon
2. Jennifer Alice Jager: Being Beastly. Der Fluch der Schönheit

Die HCs:

1. Francesca Haig: Das Feuerzeichen 
2. Francesca Haig: Das Feuerzeichen- Rebellion
3. Jonathan Stroud: Lockwood & Co- Das flammende Phantom
4. Cynthia J. Omololu: Für immer die Seele
5. Anne Pilchota: Oksa Pollock- Die Entschwundenen

Die Taschenbücher:

1. Megan Shepheard: The Cage- Gejagt
2. Sara B. Elfgren: Engelsfors-Trilogie- Zirkel
3. Sara B. Elfgren: Engelsfors-Trilogie- Feuer
4. Veronica Rossi: Aria& Perry Trilogie- Gebannt
5. Veronica Rossi: Aria& Perry Trilogie- Getrieben 
6. Veronica Rossi: Aria& Perry Trilogie- Geborgen
7. Antonia Michaelis: Solange die Nachtigall singt
8. Beth Revis: Godspeed- Die Reise beginnt
9. Beth Revis: Godspeed- Die Ankunft
10. Suzanne Collins: Die Tribute von Panem- Gefährliche Liebe
11. Taran Matharu: Die Dämonenakademie- Die Inquisition


Die E-books konnte ich alle als Schnäppchen ergattern. Ich bewahre sie mir vor allem für den Sommerurlaub auf. Denn bei 20 kg Koffergewicht kann ich ja leider nicht so viele Printbücher mitnehmen. Besonders freue ich mich auch "Straßensymphonie", einen Schatz auf dem Drachenmondverlag. Ich liebe die Cover aus diesem Verlag ja sehr. So langsam wächst meine Sammlung aus diesem Verlag, wenn auch nur digital ;) 
Von den Printbüchern freue mich am meisten auf "Die Dämonenakademie- Die Inquisition". Ich habe Band 1 geliebt und bin jetzt einfach richtig gespannt wie die Geschichte rund um Fletcher und seinen Salamander weitergeht.
Außerdem freue ich mich sehr auf die Aria & Perry Trilogie. In verschiedenen Buchgruppen ist die Reihe und der Schreibstil der Autorin sehr gelobt worden. Ich hoffe dass ich schon bald die Zeit finde um mich selbst davon überzeugen zu können. 


Welche Bücher sind bei euch im letzten Monat neu eingezogen?

12. Juni 2017

Rezension zu „Cathy’s Book“ von Stewart/Weisman/Brigg

Worum geht es? Keine Ahnung, irgendwas mit Unsterblichen.

© Baumhaus Verlag

Titel: Cathy's Book
Autor: Stewart/Weisman/Brigg
Seiten: 175
Genre: Juendbuch
Reihe: Ja, band 1

gelesenes Format: Hardcover

Klappentext:
„Kann das Leben eigentlich noch viel schlimmer werden? Ja, es kann! Nicht nur dass Cathys Vater völlig unerwartet stirbt, sie in der Schule total die Probleme hat und ihre beste Freundin sauer auf sie ist – jetzt macht auch noch ihr Freund Victor mit ihr Schluss! Cathy ist verzweifelt. Doch dann entschließt sie sich, nach den Gründen für Victors Entscheidung zu suchen. Und gemeinsam mit Cathy betritt der Zuhörer eine Welt, in der viele Dinge nicht so sind, wie sie auf den ersten Blick scheinen …“ (Quelle: https://www.luebbe.de/baumhaus/suche?q=Cathy%27s+Book)

Diese Reihe habe ich schon seit einer gefühlten Ewigkeit auf meinem Sub liegen und wollte sie nun endlich davon befreien. Ich habe mich dann im Internet mal ein bisschen zu dieser Reihe schlau gemacht und herausgefunden, dass es sich hierbei um eine Reihe mit interaktiven Inhalten handelt. Das heißt, dass man die im Buch vorkommenden Telefonnummern wirklich anrufen, und die Websites auch wirklich besuchen kann, um die Story noch aktiver mitzuverfolgen. Für das Verständnis der Story ist das allerdings nicht von Nöten. Vorab: Ich habe es nicht ausprobiert, aber die Idee an sich fand ich wirklich cool.  
Als ich das Buch zum ersten Mal aufgeschlagen habe war ich zunächst ein bisschen überfordert. Ganz vorne im Buch klebt nämlich ein durchsichtiger Umschlag mit allerlei Dokumenten, Fotos, Zeichnungen und Zetteln drin, die ich mir natürlich alle sofort angesehen habe, ohne zu wissen, was sie bedeuten. Mich hat das Durchstöbern der Sachen nur noch neugieriger auf die Story gemacht.

Als ich dann angefangen habe zu lesen war ist schwer beeindruckt. Und zwar noch nicht von der Story an sich, sondern von der Gestaltung der Seiten und der gesamten Aufmachung. Jede einzelne Seite ist mit individuellen Zeichnungen versehen, die immer irgendetwas mit der Handlung zu tun haben. Die Geschichte an sich besteht aus aneinandergereihten  Tagebucheinträgen der Protagonistin. Die Idee dahinter finde ich wirklich genial. Denn die Protagonistin Cathy ist sehr begabt was das zeichnen angeht. Es wirkt also beim Lesen so, als hätte man wirklich ein persönliches Tagebuch von ihr in der Hand und würde darin lesen. Das hat Cathy für mich als Figur bereits am Anfang ziemlich greifbar und realistisch gemacht. Ihre selbstbewusste und direkte Art hat gefiel mir ziemlich gut, wobei sie für mich an manchen Stellen doch sehr gedankenlos, leichtsinnig und naiv  wirkte. Trotzdem mochte ich sie als Charakter ganz gerne.
Womit ich bei diesem Buch wirklich Probleme hatte, war die Geschichte und die Handlung an sich. Denn ich fragte mich auf Seite 150 (von insgesamt 175 Seiten wohlgemerkt) immer noch, worum es in dieser Geschichte eigentlich geht. Irgendetwas mit Unsterblichen. Aber mehr bekam ich irgendwie nicht zusammen. Dabei war der Schreibstil wirklich ausgesprochen gut. Er war sehr jugendlich, frisch und zackig und passte sehr gut zur Protagonistin. Dennoch lief die Geschichte irgendwie so von Seite zu Seite an mir vorbei, ohne dass ich sie so richtig mitbekommen habe. Und so habe ich das Buch nach ein paar Tagen beendet und konnte im Anschluss nicht sagen, was auf den 175 Seiten eigentlich passiert ist. Dieses Gefühl hatte ich zum allerersten Mal bei einem Buch. Und noch merkwürdiger fand ich es, dass ich trotzdem das Gefühl hatte Band 2 lesen zu wollen. Vermutlich habe ich gehofft in diesem Band dann endlich eine nachvollziehbare Handlung geliefert zu bekommen. 

Auch wenn ich aus diesem Buch nicht wirklich schlau geworden bin, werde ich die beiden Folgebände dennoch lesen. Denn es kann ja nur besser werden.

Ich gebe diesem Buch 3 von 5 Sternen, und zwar für die tolle Gestaltung und Aufmachung des Buches, für die Protagonistin die mir sehr gut gefallen hat und für den flotten und zur Protagonistin passenden Schreibstil. Ich hoffe wirklich, dass die Folgebände noch mehr rausholen können und dass ich dann endlich mal rausbekomme, worum es eigentlich genau geht. 

  

Mehr Infos zum Buch findest du hier!